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! Das Abstecken der Baugrube und der Aushub !



Wie Sie erfolgreich mit Eigenleistung an den Baukosten sparen können. Der Buchautor Herr Tamas Banrevy wird Ihnen in verständlichen Worten, Bildern und Zeichnungen die Ausführung durch Eigenleistung eines massiven Rohbaues berschreiben.

Als erstes werden die Konturen des Hauses im Groben abgesteckt. Dieses hilft dem Aushubunternehmer die Baugrube für das Haus zu erstellen. Dies sollte relativ genau geschehen, sonst haben Sie zum Schluss zu viel Erde ausgehoben und das macht sich nicht nur in den Aushubkosten bemerkbar, sondern auch an unserem Platzbedarf für andere Baumaterialien, welche zwischengelagert werden müssen. Ist der Platz zu knapp, dann bekommen Sie Probleme mit der Berufsgenossenschaft in Bezug auf die Arbeitssicherheit.



Bei der Ausführung haben Sie Probleme mit der Erstellung Ihrer Kelleraußenwände und der Isolierung der Kellerwandflächen. Nun kann der Aushubunternehmer seine Arbeit beginnen. Er sollte die ersten  ca. 30cm abschieben und seitlich lagern. Dies ist nämlich der so genannte Mutterboden, der für die Fruchtbarkeit Ihres Grundstücks sorgt.

Dieser muss nach dem Ausheben mit Folie abgedeckt werden, damit der Regen ihn nicht durchweichen kann. Natürlich brauchen Sie von diesem Material auch nur so viel, wie Sie später auch wieder verwenden können.

Das restliche Aushubmaterial sollte man abführen lassen oder zum Wiederverfüllen auf dem Grundstück zwischenlagern. Das Aushubmaterial darf Sie natürlich auf keinen Fall behindern, weder bei der Ausführung noch bei der Aufstellung unseres Baukrans. Es ist bei seiner Arbeit darauf zu achten, dass Sie bei nicht bindigem Boden (also Boden, der beim Zusammenpressen mit der Hand nicht zu einem „Klumpen“ wird) einen Böschungswinkel der Baugrube von 45° einhalten. Bei bindigem Boden reicht ein Böschungswinkel von 60°. (Siehe die DIN Normen).

Auf einen ausreichenden Arbeitsraum ist auf jeden Fall zu achten. Dieser beträgt mindestens 50cm von der Unterkante der Böschung bis zur Außenkante des Bauobjektes. (Siehe E DIN 4124). Weiterhin muss die Aushubtiefe bestimmt werden. Dies ist sehr wichtig, weil es sich hier entscheidet, wie viel Sie nach dem Aushub an der Baugrube nachkorrigieren müssen. Am genauesten wird die Angabe der Höhe, indem Sie den angegebenen Punkt von ± 0,00 als Ausgangshöhenmaß annehmen. Beispiel: ± 0,00 ist die Oberkante Ihres Fertigbodens im Erdgeschoss. Die Unterkante Ihres Bodenaufbaus mit allen Isolationen, Folien, Sauberkeits-schicht (Erklärung folgt später) und kapillarbrechende Schicht wäre bei „–3,03 “ laut Plan. Dies bedeutet: Sie müssen ab Oberkante Fertigboden Erdgeschoss 3,03 Meter nach unten graben. Dies ist in ungefähr 98 % der Häuser nicht der Fall, also müssen Sie auch das Gelände um das Haus mit in Ihre Rechnung einbeziehen.

Sie behalten Ihr vorheriges Beispiel und rechnen mit diesen Zahlen erneut, allerdings fügen Sie noch eine dritte Zahl dazu. Diese Zahl wäre beispielsweise Oberkante Gelände = „– 0,54 Meter“.Das bedeutet, die Oberkante Ihres vorhandenen Geländes ist 54 cm tiefer als die Oberkante Ihres fertigen Fußbodens im Erdgeschoss laut Ihrem Plan. Für Ihren Aushubunternehmer und auch für Sie ist momentan nur wichtig, wie tief er ab Oberkante Gelände baggern muss. Wir rechnen: ± 0,00 bis – 3,03 ergibt 3,03 Meter. Von 3,03 Metern müssen Sie jetzt 54 cm abziehen, da Sie ja ab Oberkante des Geländes rechnen und ab hier mit dem Graben beginnen. Laut Plan liegt das Gelände 54 cm tiefer als Ihrer ± 0,00 Ausgangspunkt. Das bedeutet: 3,03 – 0,54 = 2,48 m, d.h., Ihr Unternehmer muss 2,48 m tief ab Oberkante Gelände baggern.


Autor ( Buchautor ) : Tamas Banrevy - haus-selbstgebaut.de

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