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Die Schattenseite von Olympia: Ehemalige chinesische Olympionikin erzählt.



24/08/2012 - Seoul ( Süd - Korea ) - Strahlende Sieger, Ehre, Ruhm und Erfolg. So kennen wir die Medaillenträger der Olympischen Spiele. Aber jede Medaille hat zwei Seiten. Die andere Seite der Medaille erlebte die ehemalige Olympiaschwimmerin Huang Xiaomin auf härteste Weise.

Huang Xiaomin, Ehemalige Olympiaschwimmerin: „Um Medaillen bei den Olympischen Spielen oder Asian Games zu gewinnen, mussten wir Athleten mindestens 7 oder 8 Stunden intensives Training durchmachen, jeden Tag. Überlegen sie, wenn Menschen die diese Art intensives Training mehr als ein Dutzend Jahre durchmachen, werden ihre Körper bis zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens ganz erschöpft und ausgezehrt. Vieles von dem, was sie durchmachen, ist schwer mit Worten zu beschreiben.“

Frau Huang schwamm damals für China. Sie gewann eine Silbermedaille im Brustschwimmen bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul. Es war das erste Mal, dass China im Schwimmen eine Medaille gewann. Drei weitere Goldmedaillen folgten bei den Asian Games zwischen 1986 und 1990. Ein Erfolg, der mit körperlichen und seelischen Qualen bezahlt wurde. Frau Huang musste ihre Karriere mit 23 Jahren beenden.

Huang Xiaomin, Ehemalige Olympiaschwimmerin: „… der Schmerz war so schlimm, dass ich nicht schlafen konnte. Ich konnte mich nicht einmal selbst umdrehen; meine Eltern mussten mir helfen, meinen Körper umzudrehen. Das ging über einen halben Monat so. Es war wirklich sehr schmerzhaft, sehr qualvoll. Mein Herz wurde getestet, aber man fand nichts. Mein Elektrokardiogramm erschien normal, aber ich litt einfach unter Höllenqualen.“

Mit den Qualen blieb die ehemalige Olympiaschwimmerin allein.

Huang Xiaomin, Ehemalige Olympiaschwimmerin: „Nachdem ich ausschied, erhielt ich keinerlei Betreuung, wie zum Beispiel einen Telefonanruf, wie es mir gehe oder wie die Dinge laufen, nichts davon. Wirklich, niemand fragte. Im Grunde genommen, wenn sie dich nicht mehr brauchen, ist das das Ende.“

Frau Huang jedoch schaut nach vorne. 1995 ging sie nach Südkorea, studierte und macht heute Jugendliche fürs Schwimmen fit. Für sie will Frau Huang das Training anders machen - keinen Drill, keine qualvollen Schmerzen. Vielmehr steht hier die emotionale und körperliche Entwicklung im Vordergrund.

Huang Xiaomin, Ehemalige Olympiaschwimmerin: „… die Art des Trainings ist sehr frei. Zum Beispiel, wenn bei dir zuhause etwas passiert, oder wenn deine Eltern mit dir verreisen, dann ist es okay. In kapitalistischen Ländern ist es ganz natürlich. Aber in China ist das nicht erlaubt. Du bis verpflichtet, zu trainieren.“

Für die ehemalige Olympiaschwimmerin ist dies ein neuer Anfang. Was sie in ihrer Olympia-Jugend in China durchmachen musste, kann sie zumindest bei den Jugendlichen, die sie in Südkorea trainiert anders machen. 
 

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