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Im Kurzinterview Frau Dorothee Bär CSU ( MdB )



22.02.2010 - Frau Dorothee Bär ( CSU ) ist Mitglied des Deutschen Bundestages. Frau Bär ist ordentliches Mitglied im Unterausschuss Neue Medien und Ausschuss für Kultur und Medien.



Frage:
Wenn man sich mit dem Industriestandort Deutschland beschäftigt stellt man fest, dass immer mehr Unternehmen ihre Standorte in z.B. Bad Neustadt, Schweinfurt usw. abbauen und z.B. nach Tschechien verlegen. Welche Möglichkeiten hat die Politik den überhaupt um einen solchen, für den Standort Deutschland negativen Trennt, entgegen wirken zu können ?

Frau Dorothee Bär (rechts) mit Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel (links)

Frau Dorothee Bär und der Generälsekretär der CSU Herr Alexander Dobrindt beim politischen Aschermittwoch 2010 in Passau



Frau Bär:

Die Globalisierung hat ganz ohne Zweifel zu einem großen Strukturwandel geführt, den auch wir in Deutschland zu spüren bekommen. Dem kann die Politik natürlich nicht tatenlos zusehen. Die wirtschaftliche Dynamik hat überall auf der Welt stark zugenommen. Dem können wir in Deutschland am besten begegnen, indem wir unsere Stärken noch besser ausspielen. Wir haben sehr attraktive Rahmenbedingungen für Unternehmen, von der ausgezeichneten Infrastruktur über die bestqualifizierten Arbeitnehmer und Mitarbeiter bis zu einer sicheren Energieversorgung. Auch dass wir in Bayern Spitzenreiter bei der Inneren Sicherheit sind und einen stark fundierten sozialen Frieden in der Gesellschaft haben, bewegt viele Unternehmen dazu, sich bei uns anzusiedeln. Je dynamischer die Wirtschaft wird, desto wichtiger ist es, innovative und zukunftsfeste Arbeitsplätze zu haben. Dabei unterstützen wir die Unternehmen, in dem wir Innovationen und Investitionen fördern. Bei den Unternehmen, die im Strukturwandel Arbeitsplätze abbauen, schalten wir uns als Politik ein und führen Gespräche, damit möglichst viele Arbeitsplätze erhalten bleiben oder Betroffene möglichst schnell eine Anschlussbeschäftigung finden. Hier ist die Arbeitsverwaltung in Bayern vorbildlich. Nicht zuletzt deshalb haben wir die niedrigste Arbeitslosenquote in ganz Deutschland.



Frage:
Zitat von F.J. Strauß : "Rechts von der CSU darf es keine demokratisch legitimierte Partei geben" Man hat das Gefühl das die CSU auch die CDU nach links gerückt sind und sich die FDP freut den Platz der Konservativen Parteien zügig einnehmen zu dürfen. Unterschätz Ihrer Meinung nach die CSU das Problem ? Oder können das die Gründe für die Attacken auf den Koalitionspartner FDP sein ?



Frau Bär:
Es wäre mir neu, dass die FDP konservative Politik macht. Die CSU ist und bleibt der Maßstab für konservative Politik in Deutschland. Konservativ heißt, Politik machen auf der Basis eines festen Wertefundaments. Deshalb treten wir wie keine andere Partei für den Schutz des Lebens von seinem Anfang bis zum Ende ein. Deshalb heißt Familienpolitik für uns, dass wir das Streben der ganz überwiegenden Mehrheit der Menschen nach dem Ideal der klassischen Familie ernst nehmen und unterstützen, ohne diejenigen auszugrenzen, deren Lebensentwürfe sind anders entwickeln. Deshalb stellen wir das Allgemeinwohl über die Ansammlung von Einzelinteressen. Deshalb treten wir für eine Wirtschaftsordnung ein, die nach der Finanzkrise Werte wie Nachhaltigkeit, Verlässlichkeit und Vertrauen in den Mittelpunkt rückt. Das sind moderne Werte, weil es die wahrhaft zeitlosen Werte sind. Und für diese Werte steht wie keine andere Partei die CSU.



Frage:
Der Bundesverkehrsminister Herr Peter Ramsauer (CSU) hat in seinem Ministerium, mehr oder weniger die englische Sprache oder "Denglisch" ( Vermischung von Deutsch u. Englisch ) abschaffen lassen. Sendet man hier nicht falsche Signale an die junge Generation ? Ohne min. eine Fremdsprache geht heutzutage nichts mehr.



Frau Bär:
Unsere junge Generation ist unglaublich aufgeschlossen gegenüber Fremdsprachen, da brauchen wir keinen Vergleich zu scheuen. Aber unsere junge Generation will auch einen gesunden Stolz auf unsere Kultur zeigen und dazu gehört ganz wesentlich die deutsche Sprache. Wir können nicht auf der einen Seite von jungen Zuwanderern das Erlernen der deutschen Sprache verlangen und andererseits die deutsche Sprache nicht selbst hochhalten. Wenn in einem Bundesministerium die Reisekostenstelle nicht mehr „Travel-Management“ heißt, sondern schlicht die „Reisekostenstelle“, dann kann keiner das als Absage an Fremsprachenaffinität werten. Peter Ramsauer hat da absolut richtig gehandelt.



Frage:
Die CSU fordert die Banken zu einer Zwangsabgabe zu verpflichten, um einen Rettungsfonds zu finanzieren. Der Meinung sind bestimmt 80 Millionen Deutsche, bei dem Schaden den die Bankhäusern unserer Gesellschaft zugefügt haben. Wenn Westerwelle das fordern würde, hätten wir eine Woche später eine Generaldebatte im Deutschen Bundestag. Als die CSU das forderte stand es, überzogen ausgedrückt, mit viel Glück auf Seite 10 einer CSU freundliche Tageszeitung. Hat die CSU ihren Biss verloren ? Wie sehen Sie das ?



Frau Bär:
Ich würde mich ganz im Gegenteil freuen, wenn die FDP unserer Forderung nach einer Bankenabgabe zustimmen würde. Wir machen Politik nicht nach Umfragen, sondern nach Überzeugungen. Und zu unseren Überzeugungen gehört, dass die Verursacher der Finanzmarktkrise an den Kosten ihrer Beseitigung beteiligt werden müssen. Dafür werden wir eintreten und das werden wir durchsetzen. Und das wird dann überall auf Seite 1 stehen. Nicht die Ankündigung, sonder die Umsetzung zählt.



Frage:
Politik-Psychologe Thomas Kliche sagte in der sueddeutschen.de z.B. "Westerwelle - der Beste seit Franz -Josef Strauß". Ärgert Sie das ?



Frau Bär:
Ich gönne Herrn Kliche seine private Meinung. Aber die überwältigende Mehrheit der Menschen in Bayern denkt da sicherlich anders.



Ich danke Ihnen für das Kurzinterview Frau Bär und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg !
Mehr Infos zur Arbeit von Frau Bär finden Sie hier: 
www.dorothee-baer.de

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