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Gu Kailai: Gerichtsverhandlung im Schnellverfahren.



24/08/2012 - China - Nach gerade mal sieben Stunden war er beendet. Der Prozess um Gu Kailai, Ehefrau des entmachteten Spitzenpolitikers Bo Xilai. Zusammen mit ihrem Hausangestellten Zhang Xiaojun wurde Gu für schuldig befunden, den britischen Geschäftsmann Neil Heywood ermordet zu haben. Das Strafmaß ist noch nicht festgelegt. Es droht die Todesstrafe.

Wie die staatlichen Medien berichteten, hatte Gu die Vorwürfe gegen sie nicht abgestritten.

Am Donnerstag waren ungefähr 150 Personen zur Verhandlung im Gericht von Hefei erschienen. Ausländische Journalisten hatten keinen Zugang, lediglich die staatseigenen Medien durften hinein.

In der Verhandlung hieß es, Gu habe sich mit Heywood im vergangenen November in Chongqing getroffen. Nachdem Heywood eine größere Menge Alkohol konsumiert hatte, soll sie ihn vergiftet haben.

Gus Verteidiger sagte, sie habe versucht ihren Sohn zu schützen. Heywood trage selbst eine (Zitat) „gewisse Verantwortung" für seinen Tod.

Analysten wundern sich nicht über den Verlauf des Prozesses. Schon vor dem Prozess berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua, dass die Beweise gegen Gu (Zitat) „unwiderlegbar und faktisch" seien. Dass Gu ihren Sohn in Gefahr sah und ihn schützen wollte, wird als Hinweis verstanden, dass sie auf ein mildes Urteil hofft. Andere sagen, sie versuche so ihren Ehemann Bo Xilai vor Strafverfolgung zu schützen.

Verschiedene Medien berichten, Gu und Bo seien maßgeblich beteiligt gewesen an dem Organraub an lebenden Falun Gong-Praktizierenden. Heywood soll der Familie geholfen haben, Gelder aus diesem Organhandel ins Ausland zu schaffen und sei aus Angst vor Verrat von Gu getötet worden.

Laut Angaben der Epoch Times hat der Prozess Gu Kailais innerhalb so kurzer Zeit stattgefunden, weil die Kommunistische Partei Chinas so schnell wie möglich mit dem Skandal um Bo Xilai abschließen will. Der Grund: Im Herbst steht der 18. Nationalkongress an. Dann soll es zum Führungswechsel kommen. Und politische Unsicherheiten kann die Partei dann gar nicht gebrauchen. 
 

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