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Diese Woche im Kurzinterview selbständiger Unternehmer und Vorsitzender des Fördervereins "Museum für Zeitgeschichte Stammheim" Herr Günter Weißenseel.



Frage:
Das Deutsche Museum in München wird für 300 Millionen € vom Freistaat umgebaut. In Berlin entsteht ein Museum nach dem anderen, über 3000 sollen es schon sein. Fast 60 % des Kulturetats wird allein durch die Bundeshauptstadt verschlungen. Bleiben da überhaupt noch Fördermittel für private Museen wie z.B. das Museum für Zeitgeschichte in Stammheim übrig?

Herr Weißenseel:
Der für Museen vorgesehene Kulturetat der Bundesrepublik Deutschland wird beinahe ausschließlich für Einrichtungen öffentlicher Trägerschaften verwendet. Dabei schöpfen Museen in Großstädten den Hauptanteil ab. Eine zusätzliche Benachteiligung ist im ländlichen Raum der alten Bundesländer festzustellen. Die meisten Museen in privater oder Vereinsträgerschaft gehen leer aus, obwohl hier sehr viel persönliches Engagement und Herzblut dahinter stehen. In diesem Zusammenhang darf festgestellt werden, dass sich die staatlichen Museen vielfach der kleinen Museen und Sammlungen bedienen, ohne die unsere Museumskultur sehr viel ärmer wäre.



Frage:
Erst kürzlich mußte das Bundesinnenministerium mit erschrecken zur Kenntnis nehmen, dass sich wohl immer mehr Jugendliche rechts- oder linksradikalen Organisationen zuwenden. Wie kann das Museum in Stammheim einen Beitrag dazu leisten diesen negativen Trennt entgegen zu wirken?

Herr Weißenseel:
Unser Museum stellt zeitgeschichtliche Epochen im Zusammenhang kriegerischer und militärischer Einflüsse aus. Dabei wird bewußt auf die Darstellung zerstörerischer Gewalt, die jeder Krieg verursacht, Wert gelegt. Kriege sind meist durch politische Verwicklungen entstanden, Leid und Tod mußten immer von den Soldaten an der Front und von der Zivilbevölkerung in der Heimat getragen werden. Der letzte Konflikt, der im Museum gezeigt wird und mit dem der geschichtliche Ablauf endet, ist der "Kalte Krieg" der mit friedlichen Demonstrationen gewaltfrei beendet wurde.

Frage:
Wenn Unternehmen in der derzeitigen Wirtschaftskrise um Staatshilfe bitten geht es grundsätzlich um Geld, oder anders ausgedrückt um Steuergelder an die man ran möchte. Wie kann Ihrer Meinung nach der Staat vor allem mittelständische Unternehmen unterstützen, ohne dass dafür wieder der Steuerzahler seinen Kopf hinhalten muß?

Herr Weißenseel:
Ich bin grundsätzlich gegen jede staatliche Einmischung und somit auch gegen jede Subventionierung. Würden vom Staat jegliche Steuergeschenke unterbleiben, könnten die Steuereinnahmen auf ein Minimum reduziert werden. Das würde Kaufkraft schaffen und unsere Konjunktur ankurbeln. Staatliche Geldmittel erhalten oft die die es nicht brauchen, das Heer der Lobbyisten sorgt schon dafür. Letztlich soll meiner Meinung nach, der Mensch der die Leistung erwirtschaftet auch den Nutzen haben.



Ich danke Ihnen für das Interview Herr Weißenseel.



Infos zum Museum finden Sie hier: www.museum-stammheim.de

Kontaktdaten des Unternehmens: ERDBAU-TIEFBAU G. Weißenseel GmbH, 97509 Stammheim a.Main Tel 09381/9255

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