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Menschenrechtsaktivisten unterstützen Schüler-Hungerstreik in Hongkong.



06/08/2012 - Hongkong ( China ) - Um gegen den nationalen Bildungskurs zu protestieren, hielten Hongkonger Schüler und Studenten beim Regierungsgebäude einen Hungerstreik. Unterstütz wird diese Aktion wird von chinesischen Bürgerrechtlern.

Am Donnerstag begannen drei Schüler ihren Hungerstreik, der über 40 Stunden dauerte.

Am Samstag beendeten sie ihr Fasten. Doch auf sie folgten zehn andere Schüler und Lehrer. Wie beim Staffellauf „übernahmen" sie und setzten den Hungerstreik fort.

Über 40.000 Menschen gingen auf die Straße und schlossen sich dem Protest an. Sie drängten die Hongkonger Regierung, das nationale Bildungsprogramm zu widerrufen.

Der Hongkonger Autor Cheung Shing Kok ist ein Opfer aus der Zeit der Anti-Rechts-Kampagne der Kommunistischen Partei Chinas 1945.

[Cheung Shing Kok, Autor]: „Die Schüler, die an dem Hungerstreik teilnehmen, sind voller Leidenschaft und Gerechtigkeitssinn. Es ist sehr erstaunlich, dass sie mit ihren Aktionen Nein sagen zur politischen Gehirnwäsche durch das totalitäre Regime in Peking."

Der 15-jährige Joshua Wong hat letztes Jahr die Schülergruppe „Scholarism" mit gegründet, um gegen den nationalen Lehrplan zu protestieren. Er sagt, die Gruppe habe auf anderen Wegen versucht ihre Bedenken zu äußern.

Ein Weg war der Protest am 29. Juli, bei dem 90.000 Menschen gegen den „Gehirnwäsche"-Lehrplan auf die Straße gingen.

[Joshua Wong, Schüler]: „Wir merkten, das dieser [nationale Bildungsplan] eine politische Mission ist. Wir hatten keine Gegenpläne mehr. Wir sahen keinen Ausweg. Also waren wir gezwungen, unsere Aktion auszuweiten und wir taten was wir konnten -- besetzen und einen Hungerstreik beginnen."

Der prominente chinesische Bürgerrechtler Hu Jia war 2006 eingesperrt worden, nachdem er mit dem chinesischen Anwalt Gao Zhisheng 30 Tage lang einen Hungerstreik durchführte, um für Menschenrechte zu kämpfen.

[Hu Jia, Bürgerrechtler]: „Als diese drei Studenten ihren Hungerstreik beendeten, war ich froh zu sehen, wie andere Studentenkollegen übernahmen. Ich hoffe, dieser Hungerstreik kann andauern, bis Hongkongs Regierung den nationalen Erziehungskurs zurückzieht."

Fang Zheng hatte als Student am Tiananmen-Protest am 4. Juni 1989 teilgenommen. Als Panzer die Proteste niederschlugen, wurde er von einem Panzerwagen überfahren und seine Beine wurden zerquetscht.

Fang sagt, das Konzept von Demokratie und Freiheit in Hongkong, habe großen Einfluss auf das Festland.

[Fang Zheng, Opfer Tiananmen-Massaker]: „Hongkongs Existenz ist eine große Bedrohung für die Diktatur der kommunistischen Partei. Das Regime hat Angst, so hat es diesen Erziehungskurs eingeführt. Ich denke das ist jetzt ein Kampf, ein Kampf für Freiheit, und das ist sehr wichtig."

Bürgerrechtler sehen den Hungerstreik als Zeichen für eine wachsende Anti-KPC-Haltung in Hongkong, besonders in der jüngeren Generation.

Bis jetzt zeigte die Hongkonger Regierung keine Absicht, den nationalen Bildungsplan zurückzunehmen. 
 

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